Spiel-Anlage soll öde Betonfläche aufwerten

Neckarau: Schillerschule sucht Sponsoren / Pausenhof kann Treffpunkt für Jugendliche aus dem Stadtteil werden















Schulleiter Stefan Bolay wünscht sich eine Mikadoanlage auf dem eher tristen Pausenhof der Schillerschule.
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Ein Pausenhof soll zum Spielen anregen. Diese Meinung vertritt Stefan Bolay. Der Rektor der Schillerschule in Neckarau macht sich deshalb mit seinem Kollegium stark für eine Mikadoanlage, die im Rahmen der Umgestaltung des Schulhofs installiert werden soll. "Das ist ein großes Projekt, das auch Geld kosten wird", weiß Bolay. Damit wolle man den bisher eher tristen Pausenhof aufwerten, damit zusätzliche Anreize für Schüler aller Altersstufen entstehen. Schließlich sei die Anlage dann ebenso für Mädchen und Jungen aus dem Stadtteil geöffnet.

Ein von Fachleuten erarbeitetes Gestaltungskonzept existiere bereits. Was bisher fehle sei die ausreichende Finanzierung, wie Bolay im Gespräch mit dieser Zeitung einräumte. Die Kosten für die Mikadoanlage hat der Schulleiter bis auf die Kommastelle ausgerechnet. 17 580 Euro koste das Projekt, inklusive Planungs- und Materialkosten. "Zuschüsse des Fördervereins und Gelder aus dem Schuletat sind da noch nicht eingerechnet", wie er erklärte.

Zudem machten sich gleichfalls die Schüler für die Realisierung stark. Beispielsweise mit einem Waffelverkauf, aber auch Arbeitsleistungen in der Umgestaltung ihres Schulhofs. Damit schrumpfe die Summe immerhin schon auf einen Restbetrag von 11 280 Euro.

Anreize für Unterstützer

Um für finanzielle Unterstützer Anreize zu schaffen, haben die Verantwortlichen der Schule verschiedene Sponsorenpakete mit entsprechenden Gegenleistungen geschnürt. Kostenlose Anzeigen in der Schulzeitung oder ein Firmenlogo an der Mikadoanlage könnten Unternehmen davon überzeugen, in das Projekt mit einzusteigen. "Wir haben auch eine Sponsorenmappe vorbereitet, die alle wichtigen Infos enthält", erklärt der Rektor.

360 Schüler besuchen derzeit die Einrichtung. 220 Mädchen und Jungen sind es in der Grundschule, 140 Schüler besuchen die Werkrealschule. "Eine öde Betonfläche als Pausenhof ist nicht mehr zeitgemäß." Zudem fördere sportliche Aktivität zwischen den Unterrichtsstunden auch das Lernverhalten und die Aufnahmefähigkeit.

Ziel sei es, bis zum Schulfest am 31. Mai etwas in der Hand zu haben. Schließlich sei diese Veranstaltung eine ideale Bühne, um die Kooperationspartner zu präsentieren und auch die Besucher mit einem Infostand über das Umgestaltungs-Projekt zu informieren.

Frühestens im kommenden Herbst, aber spätestens im Frühjahr 2015 solle der Startschuss für die Mikadoanlage erfolgen, kündigte Stefan Bolay an. jba

© Mannheimer Morgen vom 21.05.2014