Forscher in Schillerschule

Neckarau: Schüler feiern eine neuartige Werkstatt

Der schwebende Tischtennisball, das unbekannte Pulver, Knetschiffe oder der Unterwasservulkan: Bezeichnungen von Experimenten, welche die Schüler in der Forscherwerkstatt der Schillerschule durchführen können. Mit einer Gesangseinlage und einem Schauexperiment wurde die Werkstatt von den Schülern gefeiert.

Begonnen hatte das Projekt Forscherwerkstatt mit einer Fortbildung zweier Lehrerinnen zum Thema "Forschen mit Kindern" der Klaus Tschira Stiftung. Dort entstand die Idee der Forscherkiste, in der Utensilien und Anleitung für je ein Experiment zu finden sind. Mittlerweile treffen sich die Grundschüler jeden Mittwochnachmittag, alle Kinder nehmen freiwillig im Rahmen einer AG teil. "Wir planen einen Teil des Unterrichts im Fach "Mensch, Natur, Kultur" in der Forscherwerkstatt durchzuführen", erklärte Schulleiter Stefan Bolay.

Eines der Experimente nennt sich der Unterwasservulkan. Eine warme und eine kalte rote Wasserlösung werden dabei in jeweils einen Messzylinder mit kaltem Wasser gegossen. Durch die verschiedenen Temperaturen steigt das heiße Wasser auf, das kalte fällt zum Boden des Zylinders. Die Experimente führen die Kinder in kleinen Gruppen durch. "Wichtig ist uns das soziale Lernen", so Lehrerin Ursula Steffan.

Doch nicht nur Experimente, sondern auch der passende Gesang wurde den Eltern und Lehrern geboten. Die Kinder trugen das Warum-Lied vor. Darin Liedzeilen wie "Warum macht die Kuh nur muh?". Anschließend wurden ausnahmsweise die goldenen Forscherregeln gebrochen: Es durfte etwas im Labor gegessen werden. eli

Quelle: Mannheimer Morgen vom 22.03.2013